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„Elastisches Skalieren“

Interview Software Unternehmensplanung BI Magazine 03 2018

Das Interview ist erschienen im BI Magazine, Rubrik „Unternehmensplanung Software mittels Cloud“ (November 2018)

Sollten Unternehmen auch komplexe Anwendungen wie die Unternehmensplanung aus der Cloud beziehen?
Wir fragten zwei Experten und stießen auf große Vorteile, aber auch (vermeidbare) Fallen.

BIM: Was ist das Besondere am Einsatz der Cloud Technologien in Bereichen wie etwa Planung und Controlling?

Renzel: Da Unternehmen in beiden Fällen die Zeit für den Aufbau einer eigenen IT sparen, können sie sofort mit der produktiven Arbeit beginnen. Auch beanspruchen sie nur einen Bruchteil der sonst notwendigen eigenen Computerressourcen. Speziell bei Planungsanwendungen, deren Nutzung in den Organisationen oft in extremen Zyklen geschieht, besteht zudem
die Möglichkeit des elastischen Skalierens der Anwendungen.

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Dr. Dominik Renzel
Dr. Dominik Renzel, Head of Development für die Controlling Cloud QVANTUM (Foto Christoph Hartmann, Thinking Networks AG)

BIM: Was bedeutet das?

Renzel: Die kurzfristige Ausweitung der IT-Ressourcen genau in dem aktuell benötigten Volumen während der Peak-Phasen, in denen extrem viele und sehr verschiedene Anwender auf die Software zugreifen, um zum Beispiel Zahlen zu aggregieren oder auch Berechnungen auszuführen; umgekehrt die Reduzierung der Kapazitäten in Zeiten geringer Nutzung. Diese Anpassungen regelt der Cloud-Dienstleister für das Unternehmen im Regelfall automatisch. Die Unternehmen müssen die stark schwankenden IT Kapazitäten nicht selbst zur Verfügung stellen und verwalten.

BIM: Diese elegante Cloud-Technik hat aber ihren höheren Preis?

Schauerte-Lüke: Das kommt auf die Perspektive an: Auf den ersten Blick erscheinen die Mietkosten für die Cloud vielleicht höher. Wenn jedoch die gesamten Kosten – also die Total-Cost-of-Ownership (TCO) – unter Einbezug der fixen Kosten betrachtet werden, die für eine eigene IT im Fall einer On-Premises Lösung aufgebracht werden müssten, sieht die Rechnung anders aus. Bei einem Cloud-Anbieter sind alle Kosten pro Zeiteinheit mit drin und fest kalkulierbar. Im Vordergrund stehen hier mehr die operationalen Kosten und die gewonnene Flexibilität.

BIM: Wie unterscheidet sich Cloud von Hosting oder Outsourcing?

im gespräch mit wolf k. müller scholz
Die Controlling Experten Wolfgang Schauerte-Lüke und Dr. Dominik Renzel im Gespräch mit Wolf K. Müller Scholz, Chefredakteur des BI Magazines. Foto Christoph Hartmann, Thinking Networks AG.

Renzel: Für den Endanwender ist das nicht wirklich merklich. Aber es gibt grundsätzliche Unterschiede: Eine Hosting-Lösung ist eine On-Premises-Anwendung, die in ein externes Rechenzentrum ausgelagert ist – mit den damit verbundenen höheren Kosten. Das Rechenzentrum stellt die benötigten Ressourcen exklusiv bereit, und die Einrichtung der Lösung erfolgt individuell. Beim Public Cloud-Angebot hingegen sind die Kapazitäten nicht exklusiv für einen Kunden reserviert, damit jederzeit einfach und kostengünstig hochskaliert werden kann.

BIM: Geht der daraus resultierende Preisvorteil zulasten der Sicherheit?

Renzel: Gar nicht. Der hohe Grad an Automatisierung erhöht die Sicherheit eher. Zum Beispiel geht kein Deployment live, ohne vorher automatisierte Tests durchlaufen zu haben.

Im Sinne der in der Cloud typischen Mandantenfähigkeit wird sichergestellt, dass jeder Kunde seinen geschützten Bereich bekommt. Insbesondere die Datenbanken und das Authentifizierungssystem müssen strikt voneinander getrennt bleiben.

Schauerte-Lüke: Ein Teil des Preisvorteils ergibt sich daraus, dass Cloud-Anbieter mit hochautomatisierten Test- und Auslieferungsverfahren alle Kunden gleichzeitig auf die neueste stabile Version bringen können. So entfallen zeitintensive und kostspielige Anpassungen, wie sie bei On-Premises durch Release Wechsel auftreten können…

BIM: Ist es Unternehmen im deutschsprachigen Raum immer noch so wichtig, dass das Cloud Rechenzentrum im Heimatland platziert ist?

Schauerte-Lüke: Das ist immer noch wichtig. Das sagen viele unserer Kunden und Partner. Dies gilt vor allem vor dem Hintergrund der neuen DSGVO und gerade auch in sensiblen Bereichen wie Finanzen, Planung und Controlling.

Renzel: Diese und andere Datenschutzregeln erfordern einen sehr umsichtigen Umgang mit Daten …

— Die gesamte Story können Sie sich gerne als PDF herunterladen —

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